Logo

Button Home

Button Aquarien

Button Fische

Button Pflanzen

Button Krankheiten

Button Technik

Button Versicherung

Button drta-Treffen

Button Sonstiges

Button Links

Button Impressum


© Dianas Aquarium

Mikrogeophagus ramirezi
Schmetterlingsbuntbarsch

 

Mikrogeophagus ramirezi Männchen
Mikrogeophagus ramirezi Männchen

 

Mikrogeophagus ramirezi
Das Paar beim Balzen

 

beim Ablaichen
Beim Ablaichen -
das Weibchen (unten) ist am roten Bauch zu erkennen

 

Laich
Auf dem Blatt befindet sich der schon gut entwickelte Laich,
vom Männchen bewacht

 

kleine ramirezi-Larven auf der Matte
Das Gelege wird mehrfach von den Eltern umgebettet,
hier sind die kleinen Larven auf der Matte zu sehen,
kurz vor dem Freischwimmen

Verbreitung: Savannengewässer in Kolumbien und Venezuela

Größe: Männchen 6 cm, Weibchen 5 cm;

Haltung: 26 - 28° C, pH-Wert 5 - 6, Wasser sehr weich, KH 0 - 5, in Aquarien ab 80 cm.

Nahrung: Lebendfutter, Granulat, Futtertabletten und Flocken.

Die M. ramirezi leben in kleinen und langsam fließenden Bächen, in fast härtelosem Wasser, pH-Wert 5, Temperaturen um 30° C

Warum diese Fische Schmetterlingsbuntbarsche heißen, ist klar - bunt und farbenprächtig sind sie, eben wie Schmetterlinge. Die Weibchen bleiben etwas kleiner als die Männchen und haben einen roten Fleck am Bauch. Leider ist dieser hübsche Fisch sehr empfindlich. Er benötigt sauberes, sauerstoffreiches, sehr weiches und saures Wasser zur Haltung sowie zur Zucht. Regelmäßige und großzügige Teilwasserwechsel sind unerlässlich. Die schönen Tiere haben ein recht kurzes Leben, sie werden nur maximal 2 Jahre alt. Zur Haltung genügen 26° C, für die Zucht kann die Temperatur auf ca. 28 - 29° C erhöht werden. Die Fische sollen paarweise gehalten werden, wenn sie ihren Nachwuchs hüten, sind sie sehr angriffslustig, daher maximal ein Paar in einem kleineren Aquarium. Für mehrere Paare, oder zur Vergesellschaftung mit anderen Zwergcichliden, ist ein relativ großes Becken nötig, das durch Pflanzen und Wurzeln gut abgeteilt werden muss.

Das bevorstehende Ablaichen ist beim Weibchen (neben dem fülligen Bauch) an der kurzen Legeröhre zu erkennen. Beide putzen dann eifrig Blätter, nicht immer herrscht Einigkeit darüber, wo geputzt und später dann gelaicht werden soll. Ich habe jedoch die Beobachtung gemacht, dass immer der Platz die erste Kinderstube wurde, den das Weibchen ausgesucht hatte. Der Laichvorgang dauert ca. 1 - 2 Stunden. Die Brutpflege wird von dem Elternpaar gemeinsam ausgeübt. Einer hütet den Laichplatz, der andere schwimmt Patrouille. Wenn sich der Partner nähert, wird Übergabe gemacht und der bisher Hütende darf eine Runde schwimmen.

Brutpflegende Eltern sind sehr aggressiv. Ich hatte ein Pärchen zur Zwischenhälterung gemeinsam mit den absolut friedlichen L. simillimas in einem 60 cm Becken untergebracht. Die ramirezis waren noch recht klein und hatten zum ersten mal abgelaicht. Wenige Stunden nach dem Ablaichen fielen die beiden wie die Wilden über die armen simillimas her, die, obwohl sie wesentlich größer waren, überhaupt nicht wussten wie ihnen geschah. Zum Glück war ich zu Hause und konnte die armen Welse retten. Wenn sich kein natürlicher Feind im Aquarium befindet, kann es vorkommen, dass sich das Elternpaar bekriegt und sich gegenseitig nicht zum Gelege lässt.

Das Gelege wird mehrfach umgebettet, nach ca. einer Woche schlüpfen die Larven und zappeln munter auf ihrer Unterlage herum. Auch die Larven werden aufgesammelt und immer wieder zu einem neuen Standplatz gebracht.

Die Eltern führen ihre Jungen und verteidigen sie. Leider wird immer öfter beobachtet, dass die Eltern die Brutpflege nicht mehr beherrschen, nicht wissen, was sie mit ihrem Nachwuchs anfangen sollen. Es wird vermutet, dass Eltern, die aus Zuchtbetrieben stammen und selber keine Brutpflege durch ihre Eltern erfahren hatten, dies auch nicht mehr können. Man muss daher die Brutpflege Vater und Mutter überlassen, nicht eingreifen und etwa die Jungen absaugen und extra aufziehen.

Die im Zierfisch-Handel erhältlichen Schmetterlingsbuntbarsche erweisen sich oft als anfällig, kränklich und haben keine lange Lebensdauer. Ramirezis von privaten Züchtern sind in der Regel widerstandsfähiger, gesünder, farbenprächtiger und, sofern sie von ihren Eltern großgezogen wurden, auch selber zur Brutpflege fähig.

In meinen Aquarien kam der Nachwuchs mehrfach bis zum Freischwimmen, war dann jedoch über Nacht verschwunden. Die Eltern sammeln die Jungen nachts zum Schlafen in einer Sandmulde, tja und da kommen dann wahrscheinlich meine Corys zum Zug. Ich muss unbedingt mal ein Pärchen extra setzen um eine Brut großzubekommen.

nach oben

zurück zur Übersicht