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© Dianas Aquarium

Sturisoma festivum
Störwels

 

Sturisoma festivum
Sturisoma festivum

 

Weibchen
Weibchen

Verbreitung: Südamerika

Größe: bis 25 (?)cm;

Haltung: 24 - 26° C, pH-Wert 5 - 7, zur Zucht weiches Wasser, Aquarien ab 120 cm.

Nahrung: Futtertabletten, Lebendfutter, Granulat, Grünkost wie Erbsen, Brokkoli, Zucchini, Paprika, Algentabletten.

Die Artbestimmung der Sturisoma führt immer wieder zu Problemen. Sturisoma festivum oder aureum? Dann gibt es auch noch S. panamense und noch weitere, die richtige Zuordnung ist nicht einfach. Bei den von mir gepflegten handelt es sich um Sturisoma festivum, erkennbar an der langen und gebogenen Rückenflosse und den Flossenfilamenten. Die Sturisoma aureum weisen kürzere Flossen auf. Die ruhigen Welse liegen gerne auf Holz und länglichen Wurzeln, mit ihren braunen, gefleckten Körpern sind sie dort hervorragend getarnt.

Die Unterscheidung der Geschlechter ist ebenfalls nicht einfach und bringt auch erfahrenen Welshaltern gelegentlich eine Überraschung. Kopfform, Körperbau, Färbung und auch der Backenbart sollen Aufschluss darüber geben, jedoch entpuppt sich so mancher "Bartträger" dann doch wieder als Weibchen.

Sturisoma sind Offenbrüter. Die Welse werden zur Laichzeit aktiver, das Männchen färbt sich dunkler. Er begibt sich zu dem ausgesuchten Laichort und heftet sich dort flossenfächelnd an. Das Weibchen nähert sich und beide beginnen, den Platz zu säubern. Der Laich wird auf Wurzeln oder auch auf die Glasscheiben geklebt, die Laichphase dauert ca. eine halbe bis eine Stunde wobei bis etwa 120 Eier abgelaicht werden. Die Brutpflege übernimmt alleine der Vater, der über dem Gelege liegt und durch ständige Bewegungen der Bauch- und Brustflossen frisches Wasser zufächelt. Nach ca. einer Woche schlüpfen die Jungen, die Brutpflege des Vaters ist damit vorbei und die Jungen sind auf sich gestellt.

Die Aufzucht der Jungen ist nicht einfach. Offenbar sind sie dringend auf ein gut eingefahrenes und mit reichlich Mulm versehenes Becken angewiesen. Brennnesselblätter, überbrühter Salat, Löwenzahnblätter, Infusorien stehen auf dem Speisplan. Trotzdem kommt es immer wieder zu Ausfällen, die Jungen nehmen scheinbar aktiv keine Nahrung zu sich, sondern filtern die Nahrungsbestandteile aus dem Wasser heraus.

Zuchtbericht:

Januar 2003: Ich erhalte 3 junge Sturisoma festivum. Über die Geschlechter lässt sich noch nicht viel sagen, nach Einschätzung des Züchters könnte es sich um 2 Männchen und 1 Weibchen handeln.

April 2003: Die Anzeichen mehren sich, meiner Meinung nach müsste es sich tatsächlich um zwei Männchen handeln, hier gibt es deutliche Anzeichen von Bartwuchs. Der dritte Wels zeigt keine Anzeichen - ein Weibchen?

Mai 2003: Der Welszüchter kommt zu Besuch. Ein rascher Blick, nein es sind definitiv 3 Männchen - schade! Ich bin noch nicht ganz überzeugt, da ich aber keine Erfahrung habe, kann ich es natürlich nicht beurteilen.

Juni 2003: Ich kann eines der bärtigen Männchen abgeben und erhalte eine Sturisoma-Dame dafür.

Juli 2003: Nun weiß ich es bestimmt, ich habe zwei Männchen und ein Weibchen. Das zweite Männchen zeigt erste Anzeichen von Bart und die beiden fangen an, sich gegenseitig zu schubsen und zu rangeln. Die Anwesenheit des Weibchens ist da sicher der Auslöser.

August 2003: Das Weibchen zeigt wenig Interesse an den Männern.

05.10.2003: Deutliche Unruhe macht sich bemerkbar. Das Weibchen hängt an der Frontscheibe mit einem sehr dicken Bauch. Zuviel Mückenlarven oder doch etwas anderes? Eines der Männchen hält sich in der Nähe auf, ebenfalls an der Scheibe.

 

beim Ablaichen
Beim Ablaichen

06.10.2003: Morgens um sieben, beide kleben nebeneinander und es pappen bereits etliche Eier an der Scheibe. Eine gute Stunde später hat sich das Weibchen entfernt und den Vater mit seiner Brut alleine gelassen. Er heftet sich über seinem Nachwuchs fest und fächelt. Gelegentlich rutscht er nervös hin und her.

 

beim Ablaichen
Das Weibchen legt weitere Eier ab, das Männchen ist unterhalb, gut am Bart zu erkennen.

 

das Männchen fächelt
Das Männchen ist nun alleine und behütet den Laich.

 

Männchen mit Laich
3. Tag

08.10.2003: Am dritten Tag kann man die Jungen bereits gut erkennen, Es sind nur einzelne Eier verpilzt, das Gelege entwickelt sich gut und der Vater fächelt unverdrossen. Obwohl das Aquarium in der Diele steht und Vater samt Brut an der Frontscheibe sitzt, lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen.

 

3. Tag Männchen mit Laich
3. Tag

 

4. Tag Männchen mit Laich
09.10.2003: 4. Tag, das Gelege entwickelt sich gut.

 

4. Tag Männchen mit Laich
4. Tag

 

6. Tag Männchen mit Laich
12.10.2003: 6. Tag, nur noch wenige Stunden bis zum Schlupf.

 

frisch geschlüpfter Sturisoma
Frisch geschlüpfter Sturisoma

13.10.2003: Heute nacht, genau eine Woche nach dem Ablaichen, sind die Kleinen geschlüpft, leider hab ich den Moment verpasst und konnte von insgesamt 32 nur 7 Stück absaugen.

 

frisch geschlüpfter Sturisoma
Frisch geschlüpfter Sturisoma

 

frisch geschlüpfter Sturisoma
Frisch geschlüpfter Sturisoma

13.10.2003: Das Foto zeigt den Kleinen in der Filterkammer des Mattenfilters. Ich will die Aufzucht dort versuchen. Die Pumpe wurde mit einem Schwamm gesichert, Fressfeinde gibt es dort nicht, die Sturisoma-Babys sind in ihrem gewohnten Wasser, Mulm gibt es jede Menge und das Füttern ist auch gut möglich. Die restlichen 25 Babys befinden sich im Becken. Wenn sie Glück haben und sich gut verstecken können, habe sie dort auch eine Chance.

30.10.2003: Leider sehe ich seit einigen Tagen keine kleinen Sturisomas mehr. Entweder sind sie alle untergegangen oder sie hängen versteckt an der Matte. Ich befürchte eher das erstere. Beim nächsten Mal werde ich die Kleine doch absaugen und es in einem Aufzuchtbehälter versuchen.

 

Baby auf der Paprika
Baby auf der Paprika
Foto Marion Philipp-Bogg

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