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© Dianas Aquarium

Umbau eines bestehenden Aquariums

 

Wie baue ich ein bestehendes Aquarium um? Wohin mit den Fischen? Soll bzw. kann ich das Wasser wieder verwenden? Was mache ich mit dem Filter? Wie gehe ich am besten vor, um die Filterbakterien zu erhalten? Können die Fische nach der Neueinrichtung gleich wieder einziehen? Wie schaut es mit der Einlaufzeit, dem Nitritpeak aus? Diese und ähnliche Fragen werden immer wieder gestellt, wenn der Umbau eines Beckens ansteht oder ein vorhandenes Aquarium durch ein neues ersetzt werden soll.

Daher habe ich beim Umbau ein paar Bilder gemacht und den Ablauf dokumentiert.

Als ich im März 2003 mein 570 l Becken neu einrichtete, war dies die Gelegenheit, zeitgleich auch das 240 l Aquarium umzugestalten und neu einzurichten. Es war ein arbeitsames Wochenende. Die meiste Mühe bereitete das Waschen von 220 kg Quarzsand. 150 kg waren für das 570 l Aquarium bestimmt und 70 kg für das mit 240 l.

Doch der Reihe nach:

 

Vor dem Umbau
Das Aquarium vor dem Umbau

Das Aquarium (120 x 40 x 50) vor dem Umbau. Es war seit mehr als zwei Jahren eingerichtet. Mit Kiesboden, Eheim-Filtertopf und Eheim-Bodenfluter sowie eine CO2-Anlage. Als Fischbesatz waren Melanotaenia praecox, Otoconclus vittatus, Crossocheilus siamensis sowie Amanogarnelen im Becken. Aus dem Australien-Aquarium sollte ein Südamerika-Becken mit Sandboden und Mattenfilter werden.

 

Die Matten beim "Einfahren"
Die Filtermatten werden mit Bakterien vorbesiedelt

Um die Filtermatten bereits vor der Einrichtung ein wenig mit Bakterien anzuimpfen und die Einfahrzeit wesentlich zu verkürzen, wurden die beiden Matten (für das 570 l AQ und für das 240 l AQ) in einem großen 50 l Eimer einige Wochen "vorbesiedelt". Der Eimer wurde mit Aquariumwasser, welches bei einem routinemäßigen Wasserwechsel zusammen mit viel Mulm abgesaugt wurde, gefüllt. Dort hinein kamen die beiden Matten, eine kleine Pumpe an die eine Seite sowie einen Auslaufschlauch auf die andere. Die Pumpe saugte das Wasser samt Mulm durch die Matten. Die Matten wurden auf diese Weise ca. 3 Wochen mit Bakterien vorbesiedelt. In diesem Zeitraum wurde mehrmals aus dem Filtertopf Mulm entnommen und vor die Matten gegossen. Eine hervorragende Methode um Matten, schon bevor sie benötigt werden, vorzubereiten. Diesen Tipp habe ich von einem befreundeten Aquarianer - und es hat wunderbar funktioniert.

 

Wasser und Pflanzen werden entfernt
Wasser und Pflanzen werden entfernt

Hier geht es nun los. Die Fische sind alle gefangen. Die Siamesische Rüsselbarben und die Praecox sind abgegeben. Die restlichen Tiere auf andere Aquarien verteilt.

Hat man keine weiteren Becken zur Verfügung, kann man ein Zwischenquartier einrichten. Man benötigt einen großen Eimer (im Baumarkt gibt es lebensmittelechte Behälter in verschiedenen Größen), dort hinein kommt Aquarienwasser sowie ein kleiner Heizstab. Der bisherige Filter wird daran gehängt und wieder in Betrieb genommen. Die Filterbakterien werden auf diese Weise mit Sauerstoff versorgt und bleiben erhalten, und die Fische können leicht ein paar Tage in diesem Zwischenquartier leben. Es empfiehlt sich, den Bottich mit einem Netz abzudecken, die Fische könnten herausspringen.

Die Pflanzen wurden entfernt und das Wasser im bereits aufgestellten 570 l AQ zwischengelagert, das wurde später auf beide Aquarien aufgeteilt.

 

Diese Pflanzen sind im Eimer
Die Pflanzen sind zwischengelagert für die weitere Verwendung

Die größeren Pflanzen sowie die große, mit Javafarn bewachsene Wurzel kamen über Nacht in das 570er. Das Kleinzeug in diverse Behälter und in Eimer. An Pflanzen waren jede Menge da, in den Wochen zuvor wurde nicht gegärtnert, und mit dem Bestand des 240er und des 200er konnte auch noch größtenteils das 570er bepflanzt werden.

 

Wurzelgeflecht der Cryptocoryne beckettii
Wurzelgeflecht der Cryptocoryne beckettii

Tja, was kommt da alles unter dem Bodenfluter zum Vorschein? Was man hier sieht, sind die Wurzeln des großen Cryptocorynen-Bestandes (C. beckettii). Diese waren nur mit Gewalt aus den Platten des Bodenfluters zu reißen. Obwohl die Cryptos auf dies Weise fast alle Wurzeln verloren, und den Rest habe ich rigoros zurückgestutzt, haben sie sich gut erholt und wuchern nun schon wieder heftig.

 

Wurzeln
Hier noch eine Aufnahme der Crypto-Wurzeln.

 

Stege für die Matte
Die eingeklebten Mattenstege

Das Becken wurde leer geräumt, der Kies entfernt und die Scheiben etwas abgewaschen. Zu sauber muss es ja nun wirklich nicht sein :-). Die Rückwand wurde an der Stelle mit einem Teppichmesser aufgeschnitten, an die der Steg der Matte geklebt werden soll. Die Stege wurden mir netterweise von jemandem vorbereitet, auf die richtige Länge zugeschnitten und mit einem Stück Filtermatte beklebt (nur für die Optik) so dass ich nur noch einkleben musste. Als Mattenstege wurden Kunststoffprofile in L-Form verwendet. Diese sind leichter zu verarbeiten und einzukleben als Glasstege. Die Klebestellen an der Seitenscheibe und an der Rückwand wurde mit Spiritus gesäubert und die Plastikprofile mit Silikon eingeklebt. Als Sandbarriere wurden mehrere Glasstreifen aneinander geklebt. Diese Barriere wurde, als die Verklebung der Stege etwas angezogen hatte, im Halbkreis an den Stegen befestigt. Über Nacht trocknete das Ganze, ein wenig Wasser im AQ beschleunigte diesen Vorgang. Am nächsten Vormittag wurde das Becken gründlich mit Wasser ausgewaschen, um etwaige Spiritusreste zu entfernen.

 

Matte
Man sieht, die Matte schaut gar nicht mehr neu aus!

 

Mattentechnik
Blick in die Filterkammer, hier verbirgt sich die Technik

Die Matte wurde noch mal zugeschnitten und zwischen die Stege geklemmt, der Sand gewaschen und eingefüllt und die Technik angebracht. Hinter der Matte befindet sich eine Powerhead 301, die Spirale der CO2-Anlage und ein Heizstab, der auf dem Bild noch nicht eingebaut war.

 

die fertige Matte
Alles soweit fertig - Matte eingepasst und Technik eingebaut

Alles soweit fertig. Nun wurde das Becken mit dem bisherigen Wasser und Osmosewasser (50 : 50) gefüllt. Die Pflanzen wurden sortiert und zurückgeschnitten, die Wurzel und die Dekorationsgegenstände wurden wieder eingebracht und die Pflanzen eingesetzt. Der Filtertopf musste wieder einen Teil seines Mulmes abgeben. Dieser wurde in das Aquarium vor die Matte geschüttet. Als sich der Mulm gelegt hatte und das Wasser klar war, kamen die Fische ins Becken.

Zeitplan:
1. Tag - Ausräumen, Stege kleben und trocknen lassen, Sand waschen
2. Tag - Füllen, bepflanzen, mit Mulm animpfen und Abends die Fische wieder einsetzen.

Es empfiehlt sich, den bisherigen Filtertopf noch einige Wochen an das Aquarium anzuhängen. Ansauger hinter die Matte, damit diese schon etwas zu tun hat, Ausströmer vor die Matte. In diesem Fall habe ich darauf verzichtet. Der Eheim-Filtertopf wurde als Unterstützung am 570er angebracht. Im 240er waren nicht so viele Fische, einen Nitritpeak gab es nach dieser Aktion nicht, gelegentlich habe ich noch ein wenig Mulm aus dem Topf entnommen und vor die Matte gegossen.

 

Endlich fertig
Und schon ist wieder alles schön!

Das Aquarium kurz nach der Neueinrichtung. Die Mühe hat sich gelohnt. Das Becken schaut wesentlich heller und freundlicher aus. Der Mattenfilter funktioniert wunderbar, die Umstellung auf Sand war ein guter Entschluss, das gefällt vor allem meinen Corydoras sterbai, die das AQ nun bewohnen, und der Bodenfluter geht kein bisschen ab. :-)

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