Logo

Button Home

Button Aquarien

Button Fische

Button Pflanzen

Button Krankheiten

Button Technik

Button Versicherung

Button drta-Treffen

Button Sonstiges

Button Links

Button Impressum


© Dianas Aquarium

Welche Versicherung zahlt was?

 

Privathaftpflichtversicherung

Hausratversicherung

Wohngebäudeversicherung

Glasversicherung

Wer bezahlt den Schaden, wenn etwas passiert? Keine Sorge, man ist ja versichert. Aber welche Versicherung für welchen Schaden eintritt, weiß der Laie in der Regel nicht. Häufig werden die einzelnen Versicherungssparten wild durcheinander geworfen, und im Schadenfall stellt sich heraus, dass genau für den speziellen Fall doch keine Deckung gegeben ist und der Geschädigte auf seinem Schaden sitzen bleibt.

Da die Versicherungsbedingungen der einzelnen Gesellschaften unterschiedlich sind und jeder Schadenfall anders gelagert ist, empfiehlt sich ein Blick in die eigenen Bedingungen sowie ein klärendes Gespräch mit seiner Versicherungsgesellschaft. Und im übrigen übernehme ich natürlich keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben ;-).

Allgemein ist zu sagen, dass die Versicherungen nicht jeden Schaden bezahlen können, dass nicht jedes Risiko im Leben versicherbar ist und daher sämtliche Versicherungsbedingungen auch sogenannte Risikoausschlüsse beinhalten. Wäre alles versicherbar würden die Schadenzahlungen gewaltig ansteigen und die Versicherungsprämien unbezahlbar sein.

Grundsätzlich deckt die Haftpflichtversicherung Schäden ab, die man schuldhaft einem Dritten zufügt, die Gebäudeversicherung die Schäden, die an Gebäuden und Gebäudebestandteilen (z. B. Bodenbeläge, Mauerwerk) entstehen und die Hausratversicherung die Schäden des (eigenen) Hausrates.

Nähere Ausführungen zu den einzelnen Sparten:

Privathaftpflichtversicherung

Die Privathaftpflichtversicherung deckt fremde Schäden ab.

Versichert ist, im Rahmen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung und der Besonderen Bedingungen und Risikobeschreibungen, die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers als Privatperson aus den Gefahren des täglichen Lebens.

Versichert ist also die "gesetzliche" Haftpflicht des VN, d. h., der Versicherer gewährt dem VN Versicherungsschutz, wenn er auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen von einem Dritten auf Schadenersatz in Anspruch genommen wird. Liegt keine Haftungsgrundlage vor, wird der Versicherer nicht bezahlen und der VN muss den Schaden auch nicht aus eigener Tasche begleichen. Der arme Nachbar bleibt dann auf seinem Wasserschaden sitzen, was natürlich dem persönlichen Rechtsempfinden widerspricht.

Als Haftungsgrundlage sieht das Gesetz (mal von der Gefährdungshaftung in speziellen Fällen und das AQ zählt hier nicht dazu) die Haftung aufgrund § 823 BGB vor d. h. Haftung aufgrund Vorsatz (vorsätzlich herbeigeführte Schäden sind generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen) bzw. aufgrund Fahrlässigkeit.

Was Fahrlässigkeit ist, ist in § 276 BGB erklärt: "Wer die erforderliche Sorgfalt außer acht lässt, handelt fahrlässig."

Nur darauf kann ein Geschädigter seine Forderung begründen. Ist dies nicht gegeben, muss der Schädiger nicht haften und der Geschädigte bleibt auf seinem Schaden sitzen.

Abgeklärt muss auf alle Fälle werden, warum das AQ ausgelaufen ist und ob der Besitzer seine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Ein AQ läuft ja nicht einfach aus. Evtl. Filter nicht richtig angeschlossen nach dem Reinigen? Älteres Becken, hat der Besitzer die Verklebung regelmäßig überprüft u. U. von einem Fachmann warten lassen? Selbst geklebt und nicht ordentlich gearbeitet? Womöglich bemerkt, dass die Mittelstrebe locker ist und nicht rechtzeitig repariert? Falscher Unterbau, Schiefstand, eingekrachter Boden, da Bodenlast nicht beachtet? Das wären alles denkbare Gründe für eine Haftung des Besitzers.

Also, ohne eine Sorgfaltspflichtverletzung, und damit eine Haftungsgrundlage, wird die PHV nicht bezahlen und die unberechtigten Ansprüche gegen den VN abwehren.

Im allgemeinen müssen Aquarien der PHV nicht extra gemeldet werden, einen allgemeinen Ausschluss von Schäden durch ausgetretenes Aquarienwasser gibt es an und für sich nicht. Da aber alle Versicherer ihre eigenen Bedingungen haben, empfiehlt sich auch hier ein Blick in seine Vertragsunterlagen.

Die Haftpflichtversicherung ersetzt lediglich den Zeitwert der beschädigten Sachen, daher wäre es ohnehin die beste Lösung, wenn der "Untermieter" in _seiner_ Hausratversicherung (mit Neuwertklausel) das Risiko durch Aquarien extra mit einschließt und sich die Zusatzkosten von dem Aquarienbesitzer ersetzen lässt. Im Schadenfall gibt es keine Streitereien, er bekommt den Neuwert seines Hausrates ersetzt und das unabhängig von der Verschuldensfrage.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung deckt eigene Schäden ab.

Nicht immer geht es um fremde Schäden, auch eigenes Hab und Gut kann betroffen sein, und auch für diesen Fall möchte man sich absichern.

Es gibt verschiedene Hausratbedingungen. In der Regel sind verursachte Schäden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Aquariumwasser nicht mitversichert, jedoch bieten alle Versicherer sogenannte Komfort-Versicherungen an, wo dieses durch einen Prämienzuschlag wieder enthalten ist. Wie viele Becken bzw. wie viel Liter Wasser mitversichert sind, ist ebenfalls von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich.

Hier spielt das Verschulden keine Rolle. Versichert sind Schäden am Hausrat, also an Möbelstücken und Teppichen, wobei fest verklebte Teppiche sowie Parkettböden etc. zur Gebäudeversicherung gehören und somit dort versichert sind. Eine Versicherung mit Neuwertklausel empfiehlt sich, der Restwert des Hausrates kann nach einigen Jahren schon ziemlich bei Null sein.

Wohngebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung deckt Gebäudeschäden ab.

Hier kommt es auf die versicherten Sparten (Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel) an. Ist das Leitungswasserrisiko mitversichert, zählen hierzu auch Aquarien und Wasserbetten. Aber auch hier muss man in seinen Bedingungen nachschauen, die durchaus von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich sind und natürlich auch in den Besonderen Bedingungen dieses Risiko wieder ausschließen können.

Glasversicherung

Eigentlich eine relativ unwichtige Versicherung, aber wenn man schon eine Glasversicherung für seine Haus benötigt (Wintergarten, Duschkabinen, Glaskeramik-Kochflächen) dann kann man auch gleich Aquarien/Terrarien mit einschließen. Sollte es zum GAU kommen, weil das Glas bricht, kommt man so zu einem neuen Aquarium.

Wie man sieht, so einfach ist das mit der richtigen Versicherung gar nicht. Und Versicherungen zahlen halt nur für versicherte und versicherbare Risiken. Alles ist nicht versicherbar, diese Beiträge könnte sich kein Mensch leisten.

Im Zweifelsfall ist ein klärendes Gespräch mit seiner Versicherung hilfreich, möglichst vor einem Schaden.